Die heimische Eiche ist eine der bekanntesten Holzarten in den unseren Mischwäldern und Parkanlagen. Neben dem Holz als Rohstoff werden die Früchte der Eiche (Eicheln) zu Futterzwecken und die Rinde zur Tanningewinnung genutzt.
Die Eiche hat ihren Ursprung in den östlichen und nordöstlichen Gebieten der USA, sowie im Südosten Kanadas. Seit über 200 Jahren ist diese Holzart auch in Mittel- und Südeuropa eingebürgert.
Das Eichenholz hat eine graubraune bis hellrötlich-braune Farbe im Kernholzbereich. Die Eichen besitzen helleres Splintholz, welches sich oft nicht sehr deutlich vom dunkleren Kernholz abhebt. Das Holz ist leicht erkennbar an breiten, zentimeterhohen Holzstrahlen, die auf Radial-Längsflächen glänzen und daher als Spiegel bezeichnet werden.
Die Eiche ist ein schweres heimisches Laubholz (ca. 700 kg/m3) und besitzt daher auch sehr gute Festigkeitseigenschaften. Die Dauerhaftigkeit ist gut, sie gehört der Resistenzklasse 2 an. Das Splintholz ist im Feuchtzustand weit weniger haltbar als das dauerhafte Kernholz, welches auch im Außenbereich Einsatz findet.
Das Holz ist sehr gut bearbeitbar. Beim Trocknen kann das Eichenholz allerdings verziehen oder auch reißen, was eine Schieferbildung nach sich ziehen kann. Durch den Einsatz von Verbindungsmittel, welche nicht aus Edelstahl sind, kann Metallkorrosion zu Verblauung des Holzes führen.
Bekannte Einsatzgebiete des Eichenholzes sind neben dem Möbelbau auch der Parkettbereich und konstruktive Elemente mit starker Beanspruchung im Innen- und Außenbau. Eiche wird auch als Spezialholz für Schwellen, Werkzeugstiele, zum Schnitzen, sowie als Biege- und Grubenholz verwendet.