Bambus, als natürlich nachwachsender Rohstoff, hat gegenüber Holz einen großen Vorteil: Bambus ist ein Riesengras und kann innerhalb eines Tages bis zu einem Meter wachsen. Trotzdem wird Bambus härter als z.B. Eiche oder Buche.
Mit einem speziellen Verfahren wird Hochlandbambus verdichtet. Daher werden für einen Kubikmeter Terrassendeck ca. 1,4 m3 Rohmaterial Bambus benötigt. Um einen Schutz vor Pilz- bzw. Algenbefall zu erhalten, ist eine bauseitige Ölbehandlung und bei Bedarf regelmäßige Pflege mit Fungizidzusatz erforderlich.
Dieses Material wird vorklimatisiert und ist daher relativ formstabil. In der ersten Bewitterungsphase werden keine Inhaltsstoffe ausgewaschen. Natürlich bleicht auch Bambus durch die natürlichen Witterungseinflüsse aus, die Oberfläche wird mit der Zeit heller und spröder.
Die Intensität der Umwelteinflüsse durch Wind, Regen, Sonne und Mikroorganismen beeinflussen im wesentlichen den Veränderungsprozess der Oberfläche des Materials. Es können „Verschwärzungen“, Splitterungen, Rissbildungen, Quellungen, Schwindungen oder Verformungen auftreten.
Zum natürlichen Erscheinungsbild von Bambus gehören die Nodien. Sie kennzeichnen die Wachstumsgrenzen innerhalb eines Tages und geben dem Bambus seine spezielle und außergewöhnliche Maserung und Struktur.
Bambus besteht zu 77% aus Silizium, was dem Material seine besondere
Härte gibt. Der Bindemittelanteil liegt bei ca. 10 Prozent. Austretende Inhaltsstoffe wie Gerbsäuren, die bei angrenzenden Bauteilen Abfärbungen verursachen können, gibt es beim Bambus nicht.
Stärker dimensionierter Bambus wird in Asien schon seit jeher für Haus- und Brückenbau, Gerüste, Wasserleitungen, Abzäunungen und Gefäße verwendet. Geringer dimensionierte Halme finden Einsatz bei Möbel- und Hausutensilien, Hüten, Körben, Taschen, Matten.